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Mai 162018
 

Ein schwalbenfreundliches Haus wurde in Balkhausen ausgezeichnet.

Stefan Leng, stellvertretender Vorsitzender des NABU Seeheim-Jugenheim, überreichte die Auszeichnung an Familie Lucassen.

Mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ kann sich schmücken, wer sein Haus oder Scheune als Heimstatt für Mehl- oder Rauchschwalben zur Verfügung stellt und damit einen Beitrag zum Erhalt dieser schönen Vögel leistet.  

Apr 302018
 

Foto: Roland Tichai – Uferschwalben in der Landbachniederung

Drei von ca. enem Dutzend Uferschwalben konnten in der Landbachaue, Nähe Hartenauer Hof beobachtet werden. Damit sind alle lokalen Schwalbenarten – Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Mauersegler – aus den Winterquartieren zurückgekehrt.

Es wäre interessant zu wissen, wo die Uferschwalben in diesem Jahr ihre Röhrennester in Steilhängen anlegen.

Jan 272018
 

In Balkhausen wohnten vor Jahren an fast jedem Haus Mehlschwalben. Inzwischen aber sind viel Nester verlassen, nur noch unter wenigen Dächern zwitschern im Frühling die gern in Gesellschaft hausenden Vögeln.

Im letzten Herbst mussten wegen Renovierungsarbeiten an einem der letzten Siedlingsschwerpunkte eine Reihe von Nester entfernt worden. Hier bat die Hausbesitzerin um Unterstützung bei der Wiederherstellung der Nistplätze an ihrem Haus, damit ihre geliebten Schwalben wieder einziehen können.

Schwalbenaktion Balkhausen 06

Fotos: NABU/Tino Westphal – Schwalbenaktion Balkhause

Der NABU-Seeheim hilft gern, zumal das Haus vor einigen Jahren mit mit dem Titel „Schwalbenfreundliche Haus“ ausgezeichnet wurde. 

Wir sind optimistisch, das die zehn Kunstnester ebenso wie in Seeheim gerne angenommen werden und diese Schwalbenkolonie erhalten bleibt. 

Teilnehmer vom NABU: in luftiger Höhe auf der Leiter Michael und Achim, als gute Handreicher Klaus-Dieter und Tino.
Bezugsfertig: Das schwalbenfreundliche Haus.

Sep 052017
 

NABU: Im Herbst alte Schwalbennester nicht entfernen

Wetzlar – In den ersten Septembertagen treten viele Schwalben die lange Reise in ihre Winterquartiere im südlichen Afrika an. „Mit dem Fortzug der Schwalben erhält der Herbst seinen Einzug. Vielen Menschen, die den ganzen Sommer lang Schwalben unter ihrem Dach beherbergt haben, fällt der Abschied von den fröhlichen Zwitscherern schwer“, erklärt NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler. Mehl- und Rauchschwalben gehören zu den beliebtesten heimischen Singvögeln. Auch wenn die Schwalben jetzt Richtung Süden ziehen, bleibt etwas von ihnen zurück: Ihre Nester. Da sie von ihnen im kommenden Jahr wieder genutzt werden, sind Schwalbennester ganzjährig besonders geschützt und dürfen auch nach Abreise der Schwalben nicht entfernt werden.

Beim Fortzug in den Süden merken sich die Schwalben den Standort ihrer Nester, um sie im nächsten Frühling gleich wieder beziehen zu können. „Für Schwalben ist es einfacher, ein altes Nest zu reparieren, als aus 700 bis 1.500 Lehmkügelchen mühsam ein neues Nest zu mauern“ so der Biologe Eppler. Die Fähigkeit, sich einen guten Nistplatz zu merken und im nächsten Jahr dorthin zurückzukehren, ist gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Überlebens-Strategie der Schwalben. Denn es gibt immer weniger geeignete Brutplätze an oder in Gebäuden. Aufgrund der zunehmenden Flächenversiegelung ist auch lehmiges Baumaterial für das Nest immer schwerer zu finden. Deshalb zeichnet der NABU Vogelfreunde, die sich um den Schutz von Schwalben und deren Nestern an ihren Gebäuden kümmern, mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ aus.

Nicht jeder Hausbesitzer weiß, wie er mit den kunstvollen Nestern des Akrobaten der Lüfte an der Hauswand im Herbst umgehen soll. „Als Hauseigentümer darf man auch verlassene Schwalbennester nicht einfach entfernen“, erläutert Eppler. Schwalbennester unterliegen sind durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders beschützt. Wer Schwalbennester zerstört, kann mit einer Geldbuße bestraft werden. „Schwalbennester sind deshalb von Mietern und Hauseigentümern zu dulden“, so Eppler. Wenn im Zuge von Baumaßnahmen Nester entfernt werden müssen, hat der Hausbesitzer für Ersatz durch künstliche Nisthilfen zu sorgen. Am besten ist es, sich vor Beginn von Bauarbeiten am Haus mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung in Verbindung zu setzen und die Ersatzmaßnahmen mit ihr abzustimmen. Dann ist man als Hauseigentümer auf jeden Fall auf der sicheren Seite und vermeidet eventuelle Rechtsstreitigkeiten. Zum Schutz von Schwalben und ihren Nestern empfiehlt der NABU Hessen außerdem, Dächer und Dachrinnen nur außerhalb der Brut- und Aufzuchtzeiten zu erneuern. Der naturfreundlichste Termin für Sanierungs-Arbeiten am Haus ist die Zeit zwischen Oktober und Februar.

Konflikte mit Schwalbennestern gibt es manchmal mit dem Kot, der die Hausfassade verschmutzen kann. Mit einem mindestens 70 Zentimeter unterhalb der Nester angebrachten Kotbrett kann das Problem dauerhaft gelöst werden. Da es in der ausgeräumten Landschaft immer weniger Lehmpfützen gibt und den Mehlschwalben deshalb oft das Material zum Nestbau fehlt, empfiehlt der NABU, die flinken Sommervögel generell mit Nisthilfen zu unterstützen. Ein Schwalbenkasten an der Hauswand oder ein Schwalbenhotel im Garten sind eine willkommene Hilfe für die gefiederten Insektenjäger. Die künstlichen Nisthilfen für das nächste Jahr können schon jetzt im Herbst montiert werden.

Mehr Infos zur NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/schwalbenfreundliches-haus

Jul 102017
 

 Zunahme in Seeheim und Jugenheim, Rückgang in Balkhausen

Rauchschwalben

Auch dieses Jahr haben wir wieder die belegten Schwalbennester gezählt. Erfreulich ist die Entwicklung der Mehlschwalben in Seeheim: Dieses Jahr waren 33 Nester belegt (2016: 25, 2015: 20), davon 24 in Kunstnestern. Auffällig ist dabei, dass fast alle neuen Bruten in neu aufgehängten Kunstnestern stattfanden. Insbesondere an einigen der Häuser, die wir letztes Jahr als „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet haben, haben die Besitzer zusätzliche Nisthilfen angebracht, die allesamt von den Schwalben angenommen wurden.  

 So erfreulich diese Entwicklung ist, wir sind immer noch weit von den Zahlen aus dem Jahr 2000 (76 Brutpaare) oder gar aus den 80er Jahren ( über 250 Brutpaare) entfernt. Auch wenn Nisthilfen den Schwalben offensichtlich helfen können, gibt es noch zahlreiche andere Faktoren, die den Bestand belasten: Vor allem das verringerte Nahrungsangebot durch den massiven Rückgang der Insekten, sowie die Bedingungen in den Winterquartieren und auf den Zugwegen.

 Bei den Rauchschwalben im Reiterhof Seeheim gab es wie letztes Jahr ein Dutzend belegte Nester.

 In Jugenheim hat sich der Mehlschwalben-Bestand von 4 Brutpaaren im Vorjahr auf 8 verdoppelt, alle in Kunstnestern am gleichen Haus.

 Weniger erfreulich ist die Entwicklung in Balkhausen: Während wir dort 2014 noch 22 belegte Mehlschwalbennester finden konnten, waren es diese Jahr nur 11. Wir konnten hier auch  Rauchschwalben beobachten, haben wir leider keine Zahlen zu den belegten Nestern.

Mrz 232017
 

Foto: Achim Bach: Reinigung der Schwalbennester im Reiterhof

Die Reinigung der Kotbretter ist wichtig für die Akzeptanz der Schwalbennester im Reiterhof Seeheim. Nur noch hier in den Pferdeställen fühlen sich die Rauschschwalben heimisch, denn sie sind streng gebunden an die Haltung von Großtieren.

Mitte April ist mit der Rückkehr der Schwalben aus dem Süden zu rechnen.

Mit dem Projekt „Schwalbenfreundliches Haus“, mit dem auch der Reiterhof Seeheim im Vorjahr ausgezeichnet wurde, wird der NABU Seeheim auch in den kommenden Jahren diesen Frühlingsboten besondere Aufmerksamkeit widmen.

Teilnehmer vom NABU: Achim und Klaus-Dieter

Jun 132016
 
Foto: Roland Tichai - Uferschwalbe - In der Luft mit Beute im Schnabel

Fotos: Roland Tichai – Uferschwalbe – In der Luft mit Beute im Schnabel

Foto: Roland Tichai - Uferschwalben - Die junge Uferschwalbe wartet auf Futter.

Die junge Uferschwalbe wartet auf Futter.

Foto: Roland Tichai - Uferschwalbe - Die Eltern bringen eine fette Mahlzeit.

Die Eltern bringen eine fette Mahlzeit.

In einer acht Meter hohen Sandwand 25 Meter langen brütet die Uferschwalbe (Riparia riparia), einer in Mitteleuropa wegen ihrer Wohnungsansprüche nur noch sehr lückenhaft vorkommenden Vogelart: es gibt kaum noch frei mäandrierende Flüsse, die frische Abbruchkanten an ihren Ufern bieten. So ist die kleinsten Schwalbenart Europas weitgehend auf vom Menschen geschaffene Biotope angewiesen und benötigen gerade dort unsere Aufmerksamkeit, Schutz und Akzeptanz.