Dez 182016
 

Schaftrieb 01Die NABU-Schafe werden auf die Winterweide an den Märchenteichen geführt.

Der Weg führt von der Weide im Norden Malchens durch den Buchenwald am Langen Berg, vorbei am 10-Wege Platz.

Schaftrieb 03

Holzlager am 10-Wege-Platz am Langen Berg über Seeheim

In den letzten Monaten waren am langen Berg täglich die Motorsägen zu hören. Und so präsentiert sich der 10-Wege-Platz als Holzlager. Der umliegende Wald hat nicht nur viel Holz, sondern auch viel an an ästhetischem Wert verloren. Es dominiert jetzt einheitlicher Jungwald.

Naturschützer beklagen, dass viel zu wenigen Bäumen erlaubt wirdalt zu werden. Die Altersstruktur unseres Waldes mit viel zu geringem Totholzanteil und die auf viele Jahre hinaus schädigenden Bodenverdichtung der schweren Baumvollerntemaschinen sind wesentliche Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt im Wald. Leider nimmt HessenForst im Staatswald selbst in Naturschutzgebieten keine Rücksicht auf den Artenschutz und richtet damit massiven Schaden an, wie vom NABU beklagt.

Harvester auf dem Langen Berg 2

Tief haben sich die Spuren des Harvesters in den Waldboden gedrückt

Hier im Gemeindewald wäre es natürlich zuallererst Sache des Waldbesitzers – der Gemeinde Seeheim-Jugenheim, auf hinreichende Beachtung der Interessen des Naturschutzes zu dringen. So kam es erst kürzlich im Naturschutzgebiet Kalksandkiefernwald bei Seeheim akut zu Schäden bei Rote Liste Arten, die mit vertretbarem Aufwand vermeidbar gewesen wären und die mit dem Ziel der Nachhaltigkeit im Forst nicht zu vereinbaren sind. Es gibt, auch wenn Servicedienstleister Hessenforst gern auf die Anwendung der von ihm ausgeübten sogenannten Guten Forstliche Praxis verweist, auch schonendere Methoden der Holzwirtschaft. 

Schaftrieb 04

Baumruine – ein Opfer der Wegesicherung

Einem wahren Methusalem unter den Bäumen begegnen wir zum Ende der Wanderung im Talverlauf kurz vor den Märchenteichen. Leider nur noch als traurige Baumruine. Die uralte Buche am Wegesrand war von innen mit Pilzen besiedelt und deshalb brüchig und wurde offensichtlich im Interesse der Wegesicherung verstümmelt. Leider zwingt das Gesetz, auch wenn es kürzlich abgemildert wurde, den Waldbesitzer häufig zu Fällaktionen. Hier im Staatsforst haftet der Förster persönlich und vermeidet verständlicherweise besser jedes Risiko, auch an einem wenig frequentiertem Waldweg.   

Schaftrieb 07Die Schafe sind gut im Winterquartier an den Märchenteichen angekommen.

Nov 292016
 

An diesem sonnig klaren Wintermorgen hatten wir wieder einen sehr schönen Pflegeeinsatz auf den Straba-Weiden. Dort sind wir seit gut 4 Wochen am Schaffen. Mit von der Partie waren diesmal Zelke, Karin, Karl-Heinz mit seiner Motorsense mit Buschmesser-Aufsatz und Uli mit ihrer Motorsense mit dem Häcksler-Aufsatz. Damit läßt sich der Brombeerdschungel recht gut durchdringen und Karl-Heinz bearbeitete das anschließende Liguster-Dickicht. Zelke übernahm mit Astschere und Säge die Feinarbeit am Zaun entlang und Karin befreite die Bäume sorgfältig von den meterlangen Brombeerranken. Ein tierisches Vergnügen hatten die beiden Böckchen, die sich wieder sichtlich über frische Brombeerblätter und Hagebutten freuten.

Neue Weide an der Straba 1

Zustand der Weiden vor dem Einsatz am 27.11.2016.

Nächste Woche Dienstag geht es von 10-12 Uhr weiter. Helfer sind stets willkommen.

Neue Weide an der Straba 2

Nov 272016
 

Schafdienst 6

Fotos: NABU/Tino Westphal – Schafdienst


Die Schäfer bereiten die Weg-Jäckel-Weide vor. Hier müssen nur die Tore gut gesichert werden mit zusätzlichen Netzen.
Dann kommen die Lämmer auf diese Weide.

Nov 202016
 
Kirschbäume auf der Bienenweide 1

Fotos: NABU/Tino Westphal – Kirschbäume auf der Bienenweide. Verbiss-Schutz ist angebracht.

Fünf neue Hochstämme haben die Wühlmäuse unter Leitung von Uli letzter Woche auf der Bienenweide ausgepflanzt. Die Kirschbäume wurden heute mit Verbiss-Schutz ausgerüstet.

Leider haben die NABU-Schafe ab und an die Unsitte, Bäume zu entrinden. Apfel und Quitte besonders gern, aber auch Kirschen werden nicht immer verschont.

Nov 192016
 

 

Einsatz auf der Bienenweide 2

Fotos: NABU/Tino Westphal – Ecki gibt das Arbeiterdenkmal.

Das ist schon eine Riesenfläche, diese Bienenweide und in diesem Jahr hatten wir eine enorme Biomasse, weil auf dieser Fläche wegen der Blütenpracht weder beweidet noch gemäht wird. 

Die Brombeeren sind jedenfalls eine Herausforderung- zwei „Inseln“ stehen noch und es wäre schön, wenn wir die ganze Fläche sauber abbrechen- um so schöner sieht die Blüte dann aus im nächsten Jahr.

Kurz: wir haben nicht alles geschafft und müssen nochmal ran. Am 3.12.2016 10 Uhr stehen die Sterne günstig für einen finalen Einsatz. Der neue Termin Aktion Bienenweide II steht im NABU Event-Kalender und trockenes Wetter ist bestellt. ;o)

Teilnehmer: Klaus-Dieter, Mahmoud, Ecki, Achim, Tino, Zelke, Brigitte, Thomas, Mariana, Karin und Max.

Einsatz auf der Bienenweide 4

 

Nov 052016
 
Schafgruppe

Fotos: NABU/Tino Westphal – die Schafgruppe v.l.n.r.: Karin, Thomas, Mariana, Max, Brigitte und Zelke. In strömendem Regen werden die Lämmer auf die neue Weide gebracht.

Umstellung Schafe im Regen

Die Schafe gehen eigentlich selten in den Unterstand. Heute ist er mal willkommen.

Bei strömendem Regen werden die Lämmer von der Bienenweide abholt und auf eine neue Weide gestellt. Die sechs Elektrozäune einzurollen nimmt die meiste Zeit in Anspruch…

Schafe auf der Bips-Weide 5

Widder Goliath. Für zwei Wochen bei der Herde.

Mariana, Max, Thomas und Tino holen den neuen Schafbock von unseren Freunden vom Streuobstwiesenverein- Goliath, der Name ist viel versprechend. 

Abholung von den Streuobstwiesen in Eberstadt: Moritz hilft gerne beim Aufladen. 


Die Mutterschafe stehen auf der Bips-Weide. Sie begrüssen den Widder interessiert.

Nov 032016
 
Schaf-Rodeo 3

Fotos: NAJU/Tino Westphal – die Schäfer treffen ein zum Schaf-Rodeo…

Lämmer und Muttertier werden getrennt.

Die Muttertiere sind vertraut mit Menschen und lassen sich im separaten kleinen Gatter leicht fangen und auf die benachbarte Weide führen. Keine einfache Übung aber bei den Zurückgebliebenen, denn die Lämmer sind fast ausgewachsen und gehen energisch gegen den Elektrozaun an, wenn sie bemerken, dass der nicht geladen ist.

Wir warten noch den Sonnenuntergang ab, bis sich die Tiere beruhigt haben.

Am Samstag kommt der Bock zu den ausgewählten Mutterschafen.

Teilnehmer: Karin, Zelke, Julia, Thomas, Tino, Jan und Tobias.

Okt 292016
 
Einsatz Weide an der Straba 03

Fotos: NABU/Tino Westphal – Nach 40 Jahren Wildwuchs kann man sich nur mühsam Zugang zum zugewachsenen Grundstück verschaffen.

Seit wohl über 40 Jahren sind die beiden Grundstücke sich selbst überlassen. Ein paar Zwetschenbäume sind noch zu finden, alles andere ist von Hartriegel überwuchert. Daumen-dicke Brombeerstängel wachsen mehr als vier Meter hoch in die Bäume.

Nachdem mühsam ein Zugang freigeschnitten ist, arbeiten sich die Aktivisten mit Motorsäge und Astschere durch die ersten 10 Meter des Dickichts. Nach wenigen Minuten gesellen sich die zwei NABU-Schafe zu den Arbeitern und kümmern sich um die jetzt bequem zu erreichenden Brombeerblätter.

Wir werden im Winterhalbjahr noch mindestens zwei Einsätze hier machen müssen, bis wir hier aus dem Dschungel wieder eine Streuobstwiese machen können. Zusammengelegt werden drei Grundstücke eine Weide bilden- vorhandene innere Zäune werden dafür geöffnet. Die Aussenzäune werden mit Benjeshecken verstärkt, damit Hunde die NABU-Schafe nicht beunruhigen können.

Hier passen übrigens noch ein paar Hochstamm-Obststämme hin: Spender willkommen, die Obstbaum-Aktion Kirschgarten läuft noch!

Teilnehmer vom NABU: Uli, Karin, Thomas, Tino, Ecki, Mahmoud, Michele, Marlis und Werner.

Einsatz Weide an der Straba 13

Die ersten 10 Meter sind freigelegt. – Wir kommen wieder!

Okt 162016
 
Schaftrieb 4

Fotos: NABU/Tino Westphal – neue Weide innerhalb des Malchener Ortskerns

Im dichten Frühnebel am Sonntagmorgen treffen sich die Schäfer am Blütenhang in Malchen bei ihren NABU-Schafen.

Die E-Zäune werden eingerollt, Batterie und der bewegliche Schaf-Unterstand werden eingesammelt.

Die neue Weide ist sehr klein und liegt innerhalb des Malchener Ortskerns – nächsten Samstag werden wir dann auf die große Bienenweide im malchener Norden umsetzen. Die Bienenweide ist jetzt abgeblüht, steht aber noch meterhoch. Die pure Biomasse sollte reduziert werden, bevor wir uns dort um die aufgewachsenen Brombeeren kümmern können.

Teilnehmer: Thomas, Zelke, Ilja, Karin und Tino.

Sep 152016
 

Abendspaziergang mit den NABU-Schafen

Neumann-Weide 13

Fotos: NABU/Tino Westphal – Aufbau des provisorischen Schafstalles.

Durch den Wald am Langen Berg geht es zurück vom Seeheimer zum Malchener Blütenhang.

Am Vorabend hatten die Schäfer schon die Netz-Zäune aufgestellt auf der Neumann-Weide.

Am 14.9.2016 wurden die Zäune gestellt:

Neumann-Weide 09

Plünderung der Vorräte

So brauchen wir nur noch die Batterie anschliessen und einen provisorischen Stall bauen. Tobias und Jan rammen den Erdungsstab in den Boden.

Die Schafe finden derweil Zelkes unbeaufsichtigte Tasche und plündern die Vorräte an Äpfeln – sehr lecker.

Teilnehmer vom NABU und NAJU: Zelke, Thomas, Karin, Mariana, Max, Tino, Jan und Tobias.