Dez 132015
 
Oxalsa?ure-Behandlung 2

Fotos: Tino Westphal – Die Neu-Imker treffen sich auf den Etzwiesen zur Winterbehandlung ihrer Völker.

Die Bienen benötigen Hilfe in ihrem Kampf gegen die Varroa-Milbe: die Winterbehandlung mit Oxalsa?ure ist sehr schonend: die warme Lösung wird einfach auf die Wintertraube geträufelt. Die Bienen bleiben relaxed und kommen Milben-befreit hoffentlich gut über den Winter.

Imker vor Ort: Frank, Tino, Micky, Mahmoud, Jonas und Sabine. 

Okt 102015
 

Azubis der Toom-Märkte Südhessens im Naturschutzeinsatz

Bienenweide - Nachmittag 5

Fotos: NABU/Tino Westphal – Toom-Azubis im Einsatz für Wildbienen am Malchener Blütenhang

Bienenweide - Einführung Gruppenbild

Gruppenbild zum Start der Bienenweide-Aktion.

Bienenweide - Einführung

Bienenweide – Einführung durch Eckhard Woite.

Von den über 250 Wildbienenarten, die an der hessischen Bergstrasse vorkommen, sind eine ganze Reihe von Arten am Malchener Blütenhang nachgewiesen.
Leider ist bei allen Wildbienenarten ein dramatischer Artenrückgang festzustellen, viele Arten werden in den nächsten Jahren verschwinden, wie Imker und Naturschützer seit Jahren klagen.
Die Verschlechterung der Lebensbedingungen für unsere Wildbienen sind auch im Gebiet der Bergstrasse festzustellen. Zunehmende Überbauung der sonnenexponierten Hanglagen mit Einfamilienhäusern, aber auch die Nutzungsaufgabe der Streuobstwiesen verdrängt zunehmend die offenen und gut strukturierten Flächen. Meterhoch überwuchern Schwarzdorn und Brombeere die ehemals offenen Landschaft- da haben Wildbienen kaum eine Chance.

Die Bienenretter-Initiative der Azubis der Toom-Märkte kann viel für den Erhalt der Wildbienen bewirken.
21 Azubis traten an mit Astscheren und Erdbohrern, schneiden die alten Streuobstwiesen frei und packen das Geäst in Benjeshecken, die Vogelwelt und einheimischen Blühsträuchern Schutz gewähren.
Auf der Bienenweide wird im Frühjahr eine spezielle Saatgut-Mischung ausgebracht, die sich für Wildbienen optimal bewährt hat: die Veitshöchheimer Bienenweide mit überwiegend mehrjährigen Wildkräuter, Klee und einigen bunten Blumenarten.

Bienenweide - Mittagessen 2

Grillwürstchen zum Mittagessen.

Bienenweide - Mittagessen 1

Mittagessen im Wühlmausgarten

Die Weide wird für mindestens drei Jahre den Honigbienen und Wildbienen überlassen.
Betreut wird das Gebiet von Experten der lokalen NABU-Gruppe Seeheim-Jugenheim e.V., die hier schon zusammen mit dem Imkerverein Frankenstein e.V. Bienenweiden angelegt haben.

Bienenweide - Abschluss Gruppenbild

Abschluss Gruppenbild: Die Fläche ist freigelegt!

Im April 2016 werden Imkerverein und NABU eine Wildbienen-Exkursion im Gebiet anbieten, zu der alle Aktivisten aber auch alle interessierten Naturliebhaber herzlich eingeladen sind.

Sep 102015
 
NAJU Gruppe bei den Schafen 03

Fotos: NAJU/Tino Westphal – Schafbeweidung im NAJU-Sommerlager

Das Sommerlager der NAJU-Gruppe wird gerade beweidet. Unsere Schäfchen sind immer erfreut über Besuch, ganz besonders, wenn es etwas leckeres zum Fressen gibt.

Der Umwelt-Auftrag heute: Götterbäume hacken. Wenn die Bäume schon zu gross sind, wird die Rinde abgeschält, um den Saftfluss zu unterbinden. Nicht einfach, zu den Götterbäumen durch das Brombeerdickicht vorzudringen. Überhaupt haben es junge Bäume hier sehr schwer. Von Hessenforst sind um die Etzwiesen Elstern gepflanzt worden- ein sehr wertvoller Baum. Leider sind schon viele vertrocknet oder im Brombeerdschungel verschollen.

Jonas und Sabine imkern - Varroa-zählen

Jonas und Sabine zählen Varroas auf der Stockwindel. Ist die Befallsgrenze erreicht, muss behandelt werden.

Jonas und Sabine kümmern sich um die Bienen: einige Völker brauchen noch dringend Futter.

Abends geht es noch mal an den Mittelbachteich, dem wichtigsten NABU-Projekt des letzten Winterhalbjahres: die Einweihungsfeier ist angekündigt.

Sep 062015
 
Foto: Helga Wilkendorf

Foto: Helga Wilkendorf – Einheimische Hornisse fängt Honigbiene vor dem Bienenstand an den Märchenteichen bei Seeheim

Es kann vorkommen, dass Hornissen Bienen beim Blütenbesuch und am Flugloch fangen, sehr selten kann es auch passieren, dass sie in die Beuten eindringen und dort Unruhe verursachen können.
Die Hauptnahrung der Hornissen besteht bis zu 90% aus Fliegenarten, als Insektenjäger verschmähen sie allerdings auch Bienen nicht. Wissenschaftler von Bieneninstituten haben jedoch festgestellt, dass diese Bienenjagd nicht zu spürbaren Verlusten bei den betroffenen Bienenvölkern führt. Der für den Imker auftretende Schaden ist minimal: Entgegen vieler anders lautender Behauptungen fangen Hornissen nur wenige Sammlerinnen eines Bienenvolkes ab. Die tägliche Fangquote beträgt ab Anfang Juni ca. 10-15 Bienen pro Volk, denn es gehen stetsnur einige Hornissen als „Spezialisten“ auf Bienenfang.

Der Einfluss der Hornisse als „Naturpolizei“ auf das biologische Gleichgewicht ist keinesfalls zu unterschätzen. Ein großes Hornissenvolk vertilgt im Verlauf der Saison mehrere Kilogramm Insekten, darunter viele für den Menschen schädliche oder lästige Arten.

Obwohl Hornissen ausnehmend  geschickte Flieger sind und blitzschnell auf ein Beutetier herabstoßen können, bleibt die Mehrheit der Fangversuche meist erfolglos. Hat die Jägerin endlich ein Insekt erbeutet, tötet sie es rasch durch Bisse ihrer kräftigen Mandibeln. Nur ausnahmsweise, wenn die Hornisse etwa im Kampf mit einem starken und sich heftig wehrenden Beutetier die Initiative verliert, wird auch der Giftstachel zur Tötung eingesetzt. Das erlegte Wild kann gelegentlich fast unversehrt als Ganzes ins Nest gebracht werden. Meist wird es aber noch an Ort und Stelle waidgerecht zerlegt. Hierzu lässt sich die Jägerin auf einem Zweig oder Blatt nieder, wo sie – häufig kopfabwärts an einem Bein hängend – dem Beutetier Beine, Flügel, Kopf und Hinterleib abtrennt. Verwendet wird in der Regel nur der muskulöse Thorax, den die Hornisse gründlich zu einem kugelförmigen, fleischigen Brei zerkaut und mit diesem Fleischpäckchen ins heimische Nest zurückkehrt.

Aug 302015
 
Honigbiene an Kanadischer Goldrute

Fotos: NABU/Tino Westphal – Honigbiene an Kanadischer Goldrute

Die Kanadische Goldrute ist gerade bester Pollenspender – perfektes Futter für die jetzt zu schaffenden Winterbienen!

Auf den Etzwiesen stehen Kanadische Goldrute und Indisches Springkraut in voller Blüte, nach dem Regen und bei den letzten heissen Sommertagen bringen diese Neophyten jetzt letzte Tracht für unsere Honigbienen. Aus Naturschutzsicht können beide Pflanzen problematisch sein, wenn sie einheimische blühende Kräuter verdrängen. Letzlich müssen wir sie aber inzwischen als Neubürger akzeptieren und versuche, mit ihnen klar zu kommen.
Die Jungimker treffen sich in der nächsten Woche auf den Etzwiesen, um die Beuten zu wiegen: haben wir genug Futter, um über den Winter zu kommen. Dann noch ein Blich auf die Windel: Wieviele Milben fallen jetzt im Laufe einer Woche? Dann wird entschieden, oben eine zweite Entmilbung notwendig wird.
Die Imker geniessen die letzten schönen Sommertage draussen!
Jul 232015
 
NAJU Gruppe Lager Etzwiesen

Fotos: NAJU/Tino Westphal – NAJU Sommerlager Etzwiesen

Die NAJU Gruppe trifft sich das letzte Mal vor den Sommerferien im Wald an den Etzwiesen.

Erst mal geht es in den Wald. Der Bach ist wegen der Trockenheit beinahe ausgetrocknet, das Bachbett begehbar.

Raupe auf Brennnessel

Raupe des C-Falters (Nymphalis c-album) auf Brennnessel.

Eine Raupe findet Dennis mit sicherem Blick auf einer Brennnessel. Ein C-Falter (Nymphalis c-album).

Ameisensäure-Behandlung 1

Ameisensäure-Behandlung

Vor dem Zelt wird diskutiert.

Sabine beendet derweil die Sommerbehandlung mit Ameisensäure an ihrem Volk.

Schöne Sommerferien euch allen!!

 

 

Jul 192015
 
Imkerkurs Etzwiesen 7 - Ameisensäurebehandlung

Fotos: Tino Westphal – Imkerkurs auf den Etzwiesen – Ameisensäurebehandlung

Zum letzten Mal vor den Sommerferien trifft sich die Bienengruppe auf den Etzwiesen: die abgeschleuderten Waben kommen in Volk zurück wo Lücken sind. Einige Völker müssen noch aufgefüttert werden.

Und die Sommerbehandlung mit Ameisensäure steht an: Sabine füllt die Säure ab – vorbildlich mit Gummihandschuhen und Schutzbrille, sogar der Laborkittel fehlt nicht.

Jul 122015
 

Die Frankensteiner Imker stellen sich vor beim Honigtag im Lernort Natur.

Honigtag Eröffnung BM Georg Rausch 03

Fotos: Tino Westphal – Bürgermeister Georg Rausch eröffnet das Honigfest im Lernort Natur.

Honigtag Aufbau 01

Aufbau des Verkaufs- und Informationsstandes: Der Bürgermeister von Alsbach Hähnlein, Georg Rausch hilft tatkräftig mit beim Aufbau der Stände.

Aufbau des Verkaufs- und Informationsstandes: Der Bürgermeister von Alsbach Hähnlein, Georg Rausch hilft tatkräftig mit beim Aufbau der Stände. Die Frankensteiner haben einen Verkaufstand für ihre Honige, Imkerfreund Jürgen Ackermann hat seine Kollektion an Honigen und Wachskerzen besonders liebevoll gestaltet. Als Besonderheit gibt es auch Honig direkt in der Wabe zu kaufen.

Am Informationsstand der Frankensteiner Imker wird eine Fotobeute aufgebaut: das imkern mit dem Magazin kann damit sehr schön erklärt. Die verschiedenen Waben Honigwaben, Drohnenwaben, frisch eingeschweisste Rückwände werden in einer extra Zarge präsentiert. Ganz kurzfristig wird auch noch eine echtes Bienenvolk für die Schaubeute herangeschafft.

 

Zur Eröffnung begrüßt Bürgermeister und Schirmherr Georg Rausch die Besucher. Der Vorsitzende des Imkervereines Frankenstein Tino Westphal bedankt sich für die Gelegenheit, den Verein der Frankensteiner Imker vorstellen zu können. In seiner Rede weist auf den dramatischen Rückgang bei den Wildbienen hin, die unsere Unterstützung beinahe noch mehr benötigen, als unsere Honigbienen: Die Anlage von Blumenwiesen für Honig- und Wildbienen, wie sie auch von den Frankensteiner Imkern gefördert wird, kann konkrete Hilfe leisten.

Am Honig-Verkaufsstand hat Imkerfreund Jürgen gut zu tun.

Honigtag Bienenvolk 01

Der Bienenschaukasten bietet einen Einblick in das Innere eines Bienenvolkes.

Die Frankensteiner Imker bieten einen Blick in ein lebendes Bienenvolk.

Honigtag Bienenvolk 02

Der Schaukasten ist immer von Kindern umlagert – Mahmoud erklärt geduldig.

Mahmoud und Jochen erklären, dass die Honigbienen auf den Brutwaben nicht nur herumfummeln, sondern die Bienenlarven füttern und putzen und schliesslich schlafen legen: Mit einer luftdurchlässige Decke aus Wachs verschliesst die Honigbiene die Wiege der neuen Bienen für die Puppenruhe.

Immer wieder wird die Fragen gestellt, wie es sich mit dem Bienensterben verhält. Unsere erfahrenen Imker geben gern Auskunft.

Vorgestellt am Nachbarstand: Die Bienenhaltung in der Bienenkiste.

Ein Höhepunkt des Honigtags war ohne Zweifel das Abschleudern in der Blockhütte: Mahmoud und Tino zeigen, wie mit der Entdeckelungsgabel die Wachsdeckelchen von den Bienenwaben entfernt werden. Natürlich darf jedes Kind mal kurz seinen Finger in eine Wabe stippen- frischer Wabenhonig ist total lecker.

Und dann geben die Kids alles – 4 Bienenwaben kommen in die Handschleuder und dann wird gekurbelt. Viel schöner Honig landet im Eimer.

Zum Schluss gab noch ein tolles Kinderprogramm mit Christian Haibt und seiner Band.

Teilnehmer vom Frankensteiner Imkerverein: Jürgen, Tino, Jochen, Helga und Heike.

Teilnehmer von der Bienengruppe: Mahmoud und Dennis.

Jul 092015
 
Etzwiesenkoch

Fotos: NAJU/Tino Westphal – Etzwiesenkoch.

Zunächst rumst es im Kochtopf – was diese NAJUs wohl zusammenkochen?

Die NAJUs gehen in den Wald und eröffnen ein Waldwerkstatt.

Mutprobe auf den umgestürzten Bäumen über den Etzwiesen…

Honigschlecken Etzwiesen 1

Honigschlecken

An den Bienen wird gearbeitet: die aufgeschleudertes Waben werden wieder auf die Völker gesetzt, kaputte Waben wandern in den Sonnen-Wachsschmelzer.

Honigschlecken Etzwiesen 2

lecker Honig- direkt aus der Wabe, das ist was Besonderes.

Eine besonders schöne Honigwabe findet einen Abnehmer.