Dez 222012
 
Die Jungimker gehen ein letztes Mal in diesem Jahr an ihre Bienen: mit einer warmen Lösung von Oxalsäure und Zucker werden die Bienen beträufelt, damit sie Varroafrei in den Frühling starten können. Die Varroa ist ein Parasit, der auf der Biene lebt und Blut saugt. Die Varroa-Milbe ist für einen großen Teil der Völkerverluste im Winter verantwortlich.
Fotos: NABU/Tino Westphal
Foto rechts: Ecki und Zelke träufeln die Oxalsäure mit einer Spritze in die Bienengassen
Wenn die Winterkugel in der unteren Zarge sitzt, wird die obere Zarge für die Behandlung einfach angehoben.
Die äußeren Rähmchen der unteren Zarge wurden im Herbst entfernt. Die Idee ist nicht schlecht, denn diese Waben sind im Frühjahr fast immer verschimmelt und müssen verworfen werden. Pech nur, wenn die Bienen doch noch Neuwaben bauen…
Mit einem Netz wird versucht, den Grauspecht
beim Zerhacken der Beuten zu behindern- er
war schon wieder aktiv.
Die Bienen sitzen dicht gedrängt
und ruhig in der Wintertraube.
Sep 302012
 
Fotos: Tino Westphal – Leon zählt die Varroa-Milben
Windeln werden unter die Beuten geschoben

Die Varroa-Bekämpfung ist erfolgreich abgeschlossen, aber wir messen lieber nach: unter jede Beute werden Windeln (ein Blatt Papier) geschoben. In einer Woche zählen wir, wieviel Varroa-Milben heruntergefallen sind. Mehr als 2 pro Tag? Dann muss nochmals behandelt werden! 
Eine Wachsmotte hat ihre Spuren hinterlassen: bebrütete Waben werden im Sommer und Herbst sehr schnell befallen
Wachsmottenspur in der Wabe
Die Raupe der Wachsmotte spinnt sich ein.
Die Waben werden sortiert und eingelagert, wenn notwendig, wird die Wachsmotte mit Schwefelstreifen bekämpft. Es ist notwendig…
Jahresabrechnung
Noch einmal am Bienenstand –  Treffen der Jungimker bei Ecki in Malchen: Die Futtereimer werden abgewaschen und die Waben eingewintert- bei der Gelegenheit finden wir einige Wachsmotten. Ecki gibt den ungeliebten Insekten mit einem Schwefelstreifen den Rest. Der stechende Geruch des Schwefeldioxids beendet die Aussenarbeiten schnell…

Nur noch eine kleine Jahresabschluss-Abrechnung…
Sep 062012
 
Eine Million Jahre Zeit hatten wir den Spinnenartigen Gliedertieren* in unserer Fantasie Zeit gegeben, einige haben Lassos mit Leimtropfen entwickelt, andere Trichternetze und Fallstricke erfunden.
Viele haben sich aus dem Genpool sang- und klanglos verabschiedet. 
Aber da waren ein paar richtig erfolgreich: die Radspinnen.
Unter Anleitung von Chefspinne Dodo wurde ein riesiges Netz auf den Etzwiesen gesponnen. Ein paar Opfer haben sich prompt verfangen…
* tatsächlich war der Ausgangspunkt des Gedankenmodells es ein kleines, dickes, (trotz seiner 8 Augen) halb-blindes, langsames Wesen mit Halbglatze und riesigem Appetit. (Irgendwelche Ähnlichkeiten mit Tino wären reine Spekulation). Umgeben von einer Welt von Insekten, die fast alle schneller, stärker und geschickter sind. Nur eine Besonderheit: Mutter Natur hatte sich den Scherz erlaubt, das Wesen mit einer Warze am Hintern auszustatten, aus der bei Aufregung schleimige Flüssigkeit austritt.
Zum Abschluss gab’s eine sehr spezielle Suppe aus der Wühlmaus-Hexenküche:  wesentlicher Rezeptbestandteil: alte Socken und Bienenwaben.
Ja, tatsächlich kann man irgendwelche Gewürze weglassen, wichtig ist nur die alte Socke.
Hä?
:o)))
Ganz einfach, wir produzieren Bienenwachs. 
Für Kerzen. Machen wir dann im Dezember…
Aug 262012
 
Fotos: Tino Westphal
Jens hat eine Leerzarge
auf jedes Volk
aufgesetzt: Platz genug
für Futtereimer oder
Varroa-Behandlung. 
Schwamm-Methode: eine Unter-
Tasse verhindert ein Durchtropfen 

der Ameisensäure ins Volk. Im
Foto rechts unten eine abgeschnittene 
Milchtüte als Futterquelle, mit 
etwas Gras als Steighilfe. Beachte: 
nicht gleichzeitig Füttern und gegen
Varroa behandeln! 

Nach dem Abschleudern des Honigs Ende Juli wird zeitnah eine erste Behandlung mit Ameisensäure durchgeführt und aufgefüttert mit Zuckerwasser

Ein Schwammtuch wird
aufgelegt…

Wir messen wöchentlich den natürlichen Milbenfall in der Windel, einem unter die Beute geschobenen Brett. Fallen dort mehr als 5 Milben pro Tag („natürlicher“ Milbenfall) besteht Handlungsbedarf!
Eine zweite Behandlung mit Ameisensäure wird vorgenommen, wenn wir eine hohe Milbenbelastung im Volk vorfinden.  
Bitte unbedingt an den Arbeitsschutz denken: Brille und Handschuhe auf und ein Eimer Wasser in Griffweite!

… und die 85% Ameisensäure
aufgetragen. Der Nachteil ist
offensichtlich: hier muss mit
freier Säure hantiert werden

und die Dosierung ist 
wetterabhängig unter 
Umständen ein Problem!
Der Liebig-Dispenser ist hier
die gute Alternative: 100 mL
85% AS werden aufgelegt.
Viel angenehmer für Imker und
Bienen.
Aug 232012
 
Fotos: NABU/Tino Westphal
weibliches Landkärtch
en

Jeder Feuersalamander fängt einen Käfer von der Wiese.

Das war der Auftrag.

Gesammelt wurden jeweils ein

  • „Langweiliger Graszünsler“ Bestimmung von Dennis, er nannte ihn wohl Agriphila geniculea ;o)
  • Ampferspanner,
  • Grüne Blattwanze,
  • Landkärtchen,
  • Zikade,
  • Wanze und
  • Messingeule – sehr selten, Dennis hat sie gleich eingezogen…
Messingeule
  •  Zu guter Letzt wurde eine Skorpionsfliege verhaftet (die Skorpionsfliegen gehören zur Ordnung der Hafte oder Netzflügler).
Ecki bestimmt Insekten im
Lupenglas – Dennis berät ihn
Jens am Stereomikroskop
Nicht ein einziger Käfer. Da sieht Tino ganz schön alt aus, mit seinem Käfer-Bestimmumgsbuch. Aber trotzdem schöne Beute.

Während einige Feuersalamander die kotzenden Raupen des Tagpfauenauges mit Lupenglas und unterm Stereomikroskop betrachteten – die waren netterweise sehr kooperativ und geduldig -…

Die Jungimker Jens,
Jeremias und Dennis II.
füttern die Wühlmaus-
Bienen mit Zucker-
wasser
Dennis II., Dennis I, Maskottchen
Oskar, Matthias und Kelvin: der
Schmetterlingsgarten wird
umgewühlt.

(Ich soll nicht kotzende Raupen schreiben, also – hmmm – die Raupen haben sich übergeben. Und das tun die Tierchen nur als Abwehrmassnahme, wenn man sie unsanft von ihrer angestammten Brennnessel pflückt.)

… füttern Jens, Dennis II. und Kelvin die Wühlmaus-Bienen mit Zuckerwasser.

Matthias, Kelvin und Dennis I. wühlen derweil den Schmetterlingsgarten um. Beim nächstes Feuersalamander-Treffen kann einen neue Generation Schwalbenschwänze in der Schmetterlingszucht der Wühlmäuse einziehen.

Aug 182012
 
Foto: NABU/Tino Westphal –
Einfütterungmit Zuckerlösung

Nach der ersten Varroa-Behandlung mit 85%iger Ameisensäurelösung mit dem Schwammtuch ist es Zeit, den Bienen Futter für den Winter mitzugeben. Jens füttert seinen Bienenstock mit Zuckerlösung: Pro Volk gibt es bis zu 5kg Zucker, die aus dem Kanister direkt in grosse Futterbehälter gegeben werden. Der Futterkasten steht in einer extra Zarge über dem Volk und ist so leicht zu befühlen. Der Behälter wird vorher mit Gras gefüllt, damit die Bienen nicht in der Zuckerlösung ertrinken können.  

Nach dem Füttern ein kurzer Blick in die Windel: Jede Woche wird die Windel unter der Beute ausgewertet, damit wir wissen, wieviel Varroa-Milben in der Zwischenzeit heruntergefallen sind. Noch sind wir nicht Varroafrei- nächstes Wochenende wird nochmals gegen die Varroa behandelt.


Aug 042012
 
Das Honigschleudern ist immer ein Event bei den Jung-Imkern der Wühlmäuse, bei dem Gäste willkommen sind: wer hilft, die Waben zu entdecken oder die Wühlmaus-Schleuder dreht, darf einige Gläse leckerem „Wühlmaus-Honig“ abfüllen.

Leon ging heute nach einem langen Segelurlaub an seine Völker ab 10 Uhr auf Ecki’s Bienenstand
Zu Gast und willkommene Hilfe beim Abschleudern: Silke, Kerstin und Elfi.
Unmittelbar danach startet die Varroabehandlung.
Fotos: Tino Westphal – Ecki assistiert Leon an seinem Volk
Leon hebelt die Rähmchen mit dem Stockmeißel aus der Zarge…
… und wirft einen Blick auf die Waben. Ist da etwa Brut drauf?
Dann werden die ansitzenden Bienen mit einer Feder abgefegt. Man kann sie natürlich auch abpusten, wie Ecki hier. Das ist aber ein bissel mühsam :o)  
Leon nimmt lieber die bewährte Gänsefeder und kehrt die Bienen in einen bereitstehenden Eimer, …
… aus dem die Bienen am Schluß einfach in die Beute zurück gekippt werden.
Jetzt geht’s ans Entdeckeln. Mit so vielen Helfern kein Problem!
Außerdem hat man einen grandiosen Blick von Eckis Veranda auf die Rheinebene und seinen Bienenstand.
Jun 302012
 
Waben werden entdeckelt,
bevor sie in die Schleuder
gegeben werden
Die Jungimker der Wühlmäuse treffen sich zum zweiten Honigschleudern in diesem Jahr um 10 Uhr bei Ecki in Malchen, Frankensteiner Strasse 62. 
Die Beuten der Jungvölkern von Jens waren schon Ende Juni gut mit frischen Honig gefüllt.
Bevor wir alle in den Urlaub gehen, denkt bitte an die erste Varroabehandlung direkt nach dem Abschleudern.
 

Gäste sind beim Abschleudern natürlich sehr willkommen und können sich eine Probe frischen Wühlmaus-Honig abfüllen…